Rezension: Rocketeer Comic
01 Feb 2012

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Comic
CROSS CULT
SPRACHE DEUTSCH
FORMAT HARDCOVER ca. A4
UMFANG 160 SEITEN
ISBN 978-3-941248-36-6

Von: Dave Stevens
Originaltitel: The Rocketeer
Erschienen: 12.2010
Preis: € 29,80

The Rocketeer

Der Mann mit dem Raketenrucksack ist aus dem Pulp-Genre nicht wegzudenken. Cliff Secord, der Rocketeer, ist einer von ihnen. Cross Cult präsentiert nun eine Neuauflage der gesammelten Rocketeer-Geschichten im Albenformat – für Sammler, Liebhaber und Neu-Entdecker ein Schmakerl, das sie nicht verpassen sollten.

Dave Stevens Abenteuergeschichten um den Kunstflieger und Abenteurer Cliff Secord erschienen in den 80ern. Er erzählt von Verbrechern und Militärgeheimnissen, einem naiven Haudegen und seiner hübschen Freundin, von Verfolgungsjagden, Explosionen und Schießereien.

Durch Zufall findet Kunstflieger Cliff Secord einen Raketenrucksack und kann natürlich nicht anders als ihn auszuprobieren. Sein Kumpel Peevy baut ihm einen Helm mit Finne, sodass er beim Fliegen steuern kann. Eigentlich will er nur seine Freundin Betty beeindrucken, die sich mit einem Zwielichtigen Fotografen herumtreibt, weil sie Karriere machen will, doch dabei gerät er zwischen die Fronten von Verbrechern und Regierungsmitabeitern, die alle auf der Suche nach dem Rucksack sind.

Zwei Handlungsstränge sind in dieser Gesamtausgabe zu bewundern, in denen neben den Hauptpersonen auch noch schlecht kaschierte klassische Pulphelden wie der „Shadow“ auftauchen. Die Geschichten sind mit dem Charme einer 30er-Jahre-Abenteuergeschichte erzählt und herzerfrischend in ihrer Naivität. Cliff Second tappt von einem Problem in das nächste – immer mit besten Absichten – und Betty füllt die Seiten nicht nur mit jeder Menge Sex-Appeal, sondern bringt die Story auch mit eigenen Zielen (häufig nicht weniger naiv) und dem Willen zu handeln voran.

Die Zeichnungen sind, wie man sie für eine Geschichte dieser Art erwartet, und durch die neue Kolorierung von Laura Martin auch für modern verwöhnte Augen ein wahrer Genuss. Das Buch hat großes Albenformat, nicht die von Cross Cult sonst gewohnte DIN-A5-Größe. Diverse Cover-Abbildungen als Trennung zwischen den Handlungssträngen und am Ende des Buches und ein langer Artikel über Rocketeer-Erfinder Dave Stevens und seinen Comic bieten einen netten Bonus für die Fans. Alles zusammen ergibt das ein tolles Sammlerobjekt und eine Liebeserklärung an das Pulp-Genre (wenn man es als solches bezeichnen will), an große Abenteuergeschichten und naive Helden.

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