Rezension: Paranoia Mr. Bubbles
14 Aug 2011

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Abenteuer

Mit der neuen Auflage des satirischen Rollenspiels Paranoia, von denen viele Spieler immer nur Andeutungen oder lustige Anekdoten gehört hatten, erfüllte der Mantikore-Verlag vielen Spielern einen lang gehegten Wunsch.

Paranoia, das ist eine Welt, ähnlich der Welt von George Orwells 1984, gepaart mit schwarzem Humor, einer (un)gesunden Portion Mutationen und Geheimgesellschaften, in der ein Computer, der wirklich nur das Beste für die Bewohner seiner Welt will, die Macht besitzt. Dieser Computer schickt sogenannte Troubleshooter, die Spielercharaktere, auf Missionen, die sowohl ihm als auch seinem Volk dienlich sind. Auf diesen Missionen haben die Troubleshooter spezielle Aufgaben, sie müssen das Team auf unterschiedlichste Weise unterstützen und maßregeln aber gleichzeitig Verrat, und fast alles ist Verrat, sofort melden und selbst nicht des Verrats überführt werden. Daneben ist aber natürlich die Mission als solche erfolgreich zu bestehen, um höhere Freigaben zu erreichen, schließlich ist der Aufstieg mit Privilegien verbunden.

Mr Bubbles ist ein Abenteuer für Paranoia und damit haben nur Spieler mit der Sicherheitsstufe Ultraviolett Zugang zum Buch, damit sind Spielleiter gemeint. Alle anderen verderben sich durch das Lesen den Spaß. Weiterhin gilt, Spaß haben ist Pflicht, wer keinen Spaß hat ist ein Verräter und Verräter werden hingerichtet. Allen Varney hat das Abenteuer für die Jubiläumsedition geschrieben und Alexander Kühnert hat es für die deutsche Ausgabe übersetzt.

Mr Bubble ist eine typische Mission nach dem im Grundregelwerk vorgestellten Muster. Zur Erleichterung sind vorgefertigte Charaktere beinhaltet und man kann, sobald der Spielleiter das Abenteuer einmal oder mehrmals komplett gelesen hat, sofort mit der Einberufung zur Einsatzbesprechung und der Verteilung der speziellen Missionsaufträge loslegen. Die anschließende Besprechung mit der Geheimgesellschaft und die Ausrüstungsverteilung sind die normalen Vorgänge und danach beginnt endlich die eigentliche Mission. Die Mission hat es in sich, eine Kiste mit besonderem Inhalt, durchgedrehte Putzroboter, Werbemails, auch SPAM genannt, und eine Fernsehshow. All das führt unausweichlich zu vielen Toten, jeder Menge Verrat und der Nachbesprechung mit noch mehr Toten, zumindest sehr wahrscheinlich, und einer Information, die nur den Spielleiter glücklich macht.

Mr Bubble ist ein tolles Abenteuer, die Satire des Rollenspiels kommt darin sehr gut zur Geltung aber auch unsere Welt kommt, dank der Verwendung der Werbemails, die jeder von uns täglich erhält, nicht zu kurz. Sehr gut geschrieben, mit viel Action und nur einem bisschen Railroading kann man als Spielleiter sehr viel und als Spieler immerhin viel Spaß haben. Die vorgefertigten Charaktere sind durchdacht und im Gegensatz zu vielen anderen Abenteuern mit vorgefertigten Charakteren, will man diese, sofern alle Klone überleben sollten, diese auch gerne bei der nächsten Mission spielen.

Fazit: Mit dem Abenteuer Mr Bubbles für das Rollenspiel Paranoia, kann man als Spielleiter nicht viel falsch machen. Das Abenteuer ist gut durchdacht, man kann sofort nach dem Lesen loslegen, da vorgefertigte Charaktere vorhanden sind, und man wird viel Spaß damit haben. „Wer Mr. Bubbles nicht gespielt hat, hat Paranoia nicht gespielt.“

Titel: Paranoia Mr Bubbles
Art: Rollenspiel-Abenteuer
Regeln: W20
Sprache: Deutsch
Verlag: Mantikore Verlag
Publikationsjahr: 2011
Autor: Dan Gelber, Greg Costikyan, Allen Varney und Eric Goldberg
Übersetzer: Alexander Kühnert
Illustrationen: Tony Emson
Umfang: 35 Seiten
Bindung: Softcover
Preis: 9,95 €
Rezensent: Martin Wagner

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1 Comment
1 Kommentare
  1. Die englischsprachige Herausgeber von „Mr. Bubbles,“ Mongoose Publishing, einen Fehler gemacht, wenn es mir aufgeführt als Designer. Die echten Designer von „Mr. Bubbles“ ist Dan Curtis Johnson.

    (In English: The English-language publisher of „Mr. Bubbles,“ Mongoose Publishing, made a mistake when it listed me as designer. The real designer of „Mr. Bubbles“ is Dan Curtis Johnson.)

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