Rezension Dundjinni
02 Mai 2009

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Dundjinni Fantasymapper V 1.0.7

Als ich das Rezensionsexemplar des Dundjinni Fantasymapper V 1.0.7 auf meinen Rechner zog, dachte ich mir: „Hey, das ist mal ein Zubehör, dass Du sehr gut gebrauchen kannst.“ Ich muss aber zugeben, dass das Dundjinni-Kartenerstellungsprogramm danach eine ganze Weile auf meinem PC schlummerte, ohne dass ich es einer näheren Betrachtung unterzogen hätte. Obwohl ich in dieser Zeit durchaus einige Fantasyrunden vorbereiten musste. Nur hatte ich dazu nach alter Väter Sitte notwendige Skizzen und Karten vor dem jeweiligen Spieleabend oder spontan während des Spiels von Hand angefertigt.

Was lehrt mich das? Ein Mapping-Programm gehört nicht zu den Dingen, die ich für das Hobby Rollenspiel wirklich „brauche“. Ich hatte vielmehr die Sorge, dass der Aufwand zum Erlernen des Tools in keinem Verhältnis zum erzielbaren Ergebnis stehen könnte.

Nun, wie man sieht, habe ich mich zu guter Letzt doch noch mit Dundjinni beschäftigt.

Was kann das Programm also?

Nun ja, es wird niemanden überraschen:

Karten zeichnen, sowohl für Wildnisumgebungen als auch für Gewölbe.

Dabei kann der User u. a. auf folgende Funktionen zurückgreifen:

Karten auf Hex- und Quadratrastern in verschiedenen Maßstäben, also z. B.Karten für den Kampf (Battle maps) und Übersichtskarten (Reference maps)
Aus Übersichtskarten können Teilbereiche als Battle maps einfach ausgeschnitten werden
Eine kleine Bibliothek mit Türen, Mauern, Böden, Fallen usw.
Einfügefunktion für Objekte, Monster, NPC , Schätze samt der Möglichkeit, Rollenspiel-Stats für „das weltweit beliebteste und bekannteste Rollenspiel“ (a.k.a. D&D) zu hinterlegen
Einfügen von Deckung (z. B. Nebel, Möbel, Heuhaufen)
Nummerierfunktion für Dungeonräume
Ausdrucke von Spieler- und Spielleiterkarten (bei Ersteren können als geheim gekennzeichnete Objekte beim Druck weggelassen werden)
Importieren von eigenen Artworks
stadt
Und wie schnell kriegt man die Funktionen geregelt?

Ich bekomme sonst nicht einmal das Handy meiner Frau unfallfrei ans Laufen. Und ich hab‘ knapp zwei Stunden benötigt, um alle Dundjinni-Features zu verstehen und auszuprobieren. Ich hab‘ gerade Mauern und runde Mauern gezogen, Böden „verlegt“, Objekte gespiegelt, gedreht, vergrößert und verkleinert, kopiert und wieder gelöscht und war zu guter Letzt in der Lage, eine nett anzuschauende Karte zu erstellen (alles ohne die Hilfe meiner Frau :-)).
dungeon
Gibt es auch was zu kritisieren?

Aber sicher:

Zum Ersten ist das Programm nur in englischer Sprache erhältlich. Diejenigen von Euch, die immer schon besser in Französisch waren, werden also Probleme bekommen.
Zum Zweiten sind die Maßstäbe nicht metrisch, sondern in Zoll und Inches angegeben. Ein wenig Umrechnen bleibt dem User also nicht erspart
Die Artwork-Bibliothek ist nicht gerade umfangreich. Zwar gibt es auf der Dundjinni-Homepage ’ne Menge offizielles und auch Fan-Zusatzmaterial, aber hier reden wir ja nur über das Basisprogramm.

Fazit: Ich bin immer noch nicht überzeugt, dass man ein Fantasymapper-Programm wirklich „braucht“, aber wer sich den Luxus trotzdem leisten will, ist mit dem vergleichsweise erschwinglichen, leicht erlernbaren und optisch sehr ansprechenden Dundjinni gut beraten. Insbesondere der Internet-Support und die recht zahlreichen Ausbaupacks werden dafür sorgen, dass der ambitionierte Kartenkünstler die Anschaffung nicht bereuen wird.

Hersteller: Fluid Entertainment
Preis: $39.95 für die Download Version;
Testsystem:
2.6 GHz Athlon mit Windows XP SP2.

Systemvorrausetzungen:

Windows 98 aufwärts
800 MHz Pentium 3 oder besser
256 MB RAM oder mehr

Rezensent: Stefan Frink

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1 Comment
1 Kommentare
  1. Ich benutze sowohl Dundjinni als auch Fractal Mapper 8 von NBOS Software (http://www.nbos.com). Keiner soll denken, dass ich etwas gegen Dundjinni habe, aber bevor man sich für Dundjinni entscheidet, sollte man eigentlich auch FM8 probieren. Ich finde, dass FM8 leichter (und sogar schnell) zu lernen ist, und das Programm kann mehr mit Dorfplänen, Überlandkarten, usw. machen. Eine kostenlose etwas abgemagerte Demoversion ist verfügbar, and das komplette Handbuch kann von der NBOS-Webseite heruntergeladen werden. Auf der NBOS Homepage (Rubrik Resources, Seite 3) kann man auch das „German Language Pack“ herunterladen. Danach ist die ganze Benutzeroberfläche auf deutsch anstatt auf Englisch. Es gibt im deutschsprachigen Raum offensichtlich FM8-Benutzer: Das Language Pack wurde bis jetzt 317 Mal heruntergeladen, laut NBOS.

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