Artefakt #22 Rezension
16 Nov 2008

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Magazin des Förderkreis Innovatives Spiel e. V.

Initial D

er in Coburg beheimatete Förderkreis Innovatives Spiel e. V. ist manchem vielleicht besser bekant als Herausgeber des Fanzines  Artefakt. Eben jenes Magazin liegt nun mit Ausgabe 22 hier auf meinem Tisch und wartet darauf gelesen und benutzt zu werden.
Das Artefakt vollzieht mit Ausgabe 22 einen Wandel. Nicht nur optisch sondern auch inhaltlich wird an so mancher Schraube gedreht, durch die Reduzierung des Umfanges soll nun mehr Augenmerk auf die Inhalte und deren Präsentation gelegt werden.

Die Umschlaggestaltung ist einfarbig auf schätzungsweise 135 g Bilderdruck Papier gedruckt und zeigt den Rücken eines Pistolen ziehenden Mann in Front eines heruntergekommenen Hauses. Stimmungsvoller Einstieg will ich meinen.  Weiter geht es dann auf 80g gestrichenem Papier, das griffiges Umblättern verspricht und hält.
Auf 50 Seiten erwarten den Leser Rezensionen, ein Star Trek Special, ein Artikel über die Werkzeuge des Spielleiters, mit Unter Null wird ein Abenteuer für das Rollenspiel KULT angeboten, in der Kolumne Gustav kocht werden auf Innsmouth Art Fish & Chips zubereitet, wir lesen von Samurai in Oberfranken auf der OST-Con 2008 und zu guter letzt gibt es mit dem Vermächtnis der Schwertfischküche ein Abenteuer für Arcane Codex.

Mit Rezensionen zu dem Roman „Hörnerschall“, dem Comic „Als die Zombies die Welt auffraßen“ und dem thematisch passenden Brettspiel „Zombies!!! 4: Höllenhunde“ wird dann auch der Inhalt des Magazins eingeleitet und dem Leser die KAufentscheidung leichter gemacht.
Weiter geht es dann mit der Vorstellung des Chat-Rollenspiels Starfleet Universe RPG, das in der Hintergrundwelt zu Star Trek angesiedelt ist. Hier wird einem diese Form des Rollenspiels näher gebracht und Interessenten finden Informationen und Links, um selber einzusteigen. General Calm vom Star Trek Club Europe RS steht danach Christoph Schubert Rede und Antwort über das Rollenspiel, den Verein und Star Trek im Allgemeinen. Interessantes Interview, dass einige Ecken näher beleuchtet. Das Thema Star Trek wird dann abgeschlossen mit Rezensionen zu den Romanen „Star Trek – Vanguard1: Der Vorbote“,“ Vanguard2: Ruf der Donner“ und der Dokumentation „Dies sind die Abenteuer… 40 Jahre Star Trek“.

In „Werkzeuge des Spielleiters“ folgen auf drei Seiten ein Workshop-Nachbericht von Helge Hanses zu folgenden Themen: Erwartungshaltung, Spielleiter in Not und Atmosphäre durch Spielleitung und Fallen und Rätsel. Schöner Bericht der in Kurzform die Ergebnisse des Workshops reflektiert. Für Teilnehmer ein toller Merkzettel. Als Einblick oder Entscheidungshilfe an so einem vom Förderkreis angebotenen Workshop teilzunehmen sicherlich ein wertvoller Bericht.

Mit „unter Null“ wird uns das Erste von zwei Abenteuern präsentiert. Anhänger des Rollenspiels KULT werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Inspiriert von den Handlungen des PC-Spiels Fahrenheit wurden die Handlungen in das KULT-Universum so eingeflochten, dass ein schöner spannender MIX entsteht.  Das Abenteuer versteht sich als One Shot oder Anfang einer Kampagne und so wird auch angeraten neue Charaktere zu erstellen die allesamt Bedienstete des NYPD – dem New York Police Department sind. Selbstverständlich lässt sich das Abenteuer wenn gewünscht auch in die eigene Kampagne einbetten. Inmitten der diesmal wirklich kalten Jahreszeit fällt das Thermometer auf sagenhafte -30 Grad und alles dreht sich um das Aufklären eines Mordes mit weitreichenden Folgen in denen die Charaktere mit  okkulten Machenschaften konfrontiert werden. Spannend und spielenswert!
Auf Seite 39 angekommen betreten wir die kulinarische Welt des Gustav Grünwald, der uns zeigt wie man fachgerecht Cthuloide Fish & Chips zubereitet.
Frisch gestärkt geht es dann mit dem Nachbericht zur OST-Con zum Vermächtnis der Schwertküste. Dem zweiten Abenteuer dieser Ausgabe. Arcane Codex Spieler werden hier mit ihren Charakteren ihre Freude haben. Mit der Ankunft des Dreimasters Siebenstern neben die Ereignisse ihren lauf in denen der Halbling Fregin Flüsterquell Männer und Frauen für gute Heuer sucht. Um eine Expedition soll es gehen… Ein klassisches spannendes Seeabenteuer erwartet Euch dort.

Fazit:
Für meinen Geschmack deutlich zu viel Star Trek. Für jeden der mit dieser Serie liebäugelt oder sich sogar als Trekkie betrachtet unbedingt empfehlenswert. Dafür habe ich aber sehr Gefallen an dem Abenteuer „unter Null“ gefunden welches ich unbedingt einmal leiten möchte. Und Auch das Arcane Codex Abenteuer ist nicht von Schlechten Eltern. Für 3.99 € ein interessantes Magazin.

Das Artefakt #22
Magazin
September 2008
Förderkreis Innovatives Spiel e. V. Coburg
50 Seiten, A4 Paperback
3,99 EUR

Dominik Dießlin 16.11.2008
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3 Comments
3 Kommentare
  1. Ja, wir wollen benutzt werden 😉 Schöne, ausführliche Rezi, besten Dank!

    Schönen Gruß vom FiS aus dem schönen Frankenland!

  2. Ordentliche Ausgabe. Leider ist der Preis nicht in gleichem Maße gesunken wie der Umfang. Mit den Star Trek Artikeln konnte ich mich überraschen gut anfreunden!

  3. Die Preisgestaltung ist in meinen Augen fair, da wir keine nennenswerte Finanzierung durch Anzeigen haben. Drei Anzeigen auf 52 Seiten zzgl. drei Eigenanzeigen für Vereinsveranstaltungen ist wirklich nicht viel. Zusammengenommen sind das maximal zwei Seiten. Drei Seiten sind Titel, Rückseite und Inhalt; somit bleiben 47 Seiten Fanzine-Material. Kein schlechter Schnitt für ein Magazin, an dem keiner der Macher was verdient. Sofern wir regelmäßig die Rückseite mit einer Anzeige belegen könnten, würde auch der Preis sinken.

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