Workshop im Zakk zu Roll Inclusive – Diversity und Repräsentation im Pen&Paper-Rollenspiel
10 Apr 2019

Der Autor

Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Gestern Abend fand ein Workshop zu Roll Inclusive im Düsseldorfer zakk Düsseldorf statt, organisiert von den Düsselfalken und der Spielerei-Düsseldorf. Vielen vielen lieben Dank an Volker Mantel der dort war und berichtet:

Askin-Hayat Dogan, Frank Reiss und Judith C. Vogt waren allesamt zugegen, um ihr Buchprojekt vorzustellen und mit den anwesenden Gästen zu diskutieren und – natürlich –  zu spielen.

Im ersten Teil des Abends erklärten die drei erst einmal, wie die Idee zum Buch zustande kam und was Diversity und Repräsentation für sie im Rollenspiel bedeuten. Dann gab es zahlreiche Beispiele für gelungene Repräsentation in Rollenspielpublikationen, besonders im graphischen Bereich, aber auch inhaltlich. Interessant war in diesem Zusammenhang, dass das Thema nicht nur in Indiepublikationen relevant ist, die spezifisch queere oder feministische Inhalte haben, sondern auch im eher klassischen Mainstream wie D&D, Fantasy Age, 7te See, oder Numenera angekommen ist.

Mit Überlegungen, wie man Rollenspiel am Tisch inklusiv(er) gestalten kann ging es dann in die sehr angeregte Diskussion mit rund 15 Gästen, in der viele Praxisthemen  angesprochen wurden, z.B.:  Wie geht man mit sexistischem oder rassistischen Verhalten von Mitspielern um?  Welche Sicherheitsmechaniken gibt es? Wie stelle ich problematische Situationen angemessen dar? Es kamen aber auch spannende, eher theoretische Fragen auf, wie: „Inwieweit ist die stereotype Darstellung von Fantasyvölkern notwendig, um Kunden abzuholen?“

Es wurde, wie gesagt, angeregt diskutiert und es schien, als hätten alle Teilnehmer etwas mit nach Hause nehmen können.

Und zum guten Schlus gab es noch die Möglichkeit, mit den verbliebenen 8 Gästen, das Nanogame „Vor der Schlacht“ zu spielen, das ebenfalls im Buch enthalten sein wird. Darin dem geht es darum, sich möglichst klischeehafte Charaktere vor ihrer vermutlich letzten Schlacht zu überlegen, um diese Klischees dann aufzubrechen. Unsere letzte Schlacht fand im Hambacher Forst statt und wir hatten einen Riesenspaß!

Eine Vorabversion des Nano-Games könnt ihr hier herunterladen. Wer den Workshop verpasst hat wird auf der NordCon nochmal eine Gelegenheit haben, an dem Workshop teilzunehmen.

Roll Inclusive – Diversity und Repräsentation im Rollenspiel (Hrsg. Askin-Hayat Dogan, Frank Reiss und Judith C. Vogt) erscheint im September 2019 als Taschenbuch und E-Book bei Feder & Schwert.

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