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Rezension: Uthuria – Schwarze Perle
09 Mai 2013

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Uthuria - Schwarze Perle
Titel: Schwarze Perle
Reihe: Uthuria – Die Rose der Unsterblichkeit
Band: 1
Art: Roman
Sprache: Deutsch
Verlag: Ulisses Spiele
Publikationsjahr: 2012
Autor: André Wiesler
Cover: Melanie Maier
Umfang: 285 Seiten
Bindung: ePub/Broschiert
Preis: 9,99€/11,95€
Rezensent: Martin Wagner

Wenn ein Rollenspiel eine neue Region oder gar einen neu zu entdeckenden Kontinent erhält, dann müssen sich die Macher des Rollenspiels überlegen, wie sie diesen Kontinent einführen. Möglichkeiten gibt es viele. Neben der direkten Methode, einfach die Veröffentlichung eines Quellenbandes, bieten sich noch das Veröffentlichen Eines Abenteuers oder die Einführung in Romanform an.

 

Für letzteres haben sich die Damen und Herren von Ulisses Spiele für den dritten Kontinenten der Das Schwarze Auge-Welt, „Uthuria“, entschieden. Niemand anderes als der Marketingleiter des Verlags, André Wiesler, hat sich bereit erklärt, diesen Kontinent mittels einer Romantrilogie zu betreten. Der erste Band der Trilogie „Die Rose der Unsterblichkeit“ trägt den Titel „Schwarze Perle“ und erzählt von der gefährlichen Reise der Besatzung des Schiffes „Stolz des Raben“ von Al’Anfa, der Schwarzen Perle, gen Süden in unbekannte Gewässer.

 

Passend zum Titel des Buches beginnt alles in der Schwarzen Perle, der Stadt Al’Anfa, in der die Sklaverei vollends akzeptiert ist und der Tod, dank des Stadtgottes Boron, immer sehr nah ist. Mit dieser Stadt als Schauplatz werden die Protagonisten des Romans vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Neben dem ehemaligen Gladiatoren Alrik, der neben seiner Größe und seiner Stärke vor allem durch sein Kampftalent auf sich aufmerksam gemacht hat, sind das der Grandensohn Karas, der eigentlich bisher nur durch viele Liebschaften aufgefallen ist, die Efferdgeweihte Efferia, die ihre Weihe gerade erst hinter sich hat, der Gelehrte Marfan, fast allwissend aber bei normalen Dingen immer sehr schwer von Begriff, Wahelahe, eine Sklavin, die als Expertin für die Wildnis im Süden gilt, und Nele, eine junge Frau, die in ihrem Kopf stimmen hört, die nicht unbedingt nettes aussprechen. Das Schicksal führt dazu, dass sich diese sechs Helden gemeinsam auf dem Schiff „Stolz des Raben“ wiederfinden und den Auftrag erhalten nach Uthuria zu segeln, um diesen sagenhaften Kontinenten für Al’Anfa zu erobern. Die Reise scheint aber unter keinem guten Stern zu stehen. Landgänge enden in Kämpfern mit Mohas und Echsen, und Stürme und Meeresungeheuer machen auch die Reise auf dem Meer zu einem tödlichen Unterfangen. In beiden Fällen müssen die Protagonisten, wollen sie Uthuria erreichen, zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind und dass sie noch mehr können als man auf den ersten und auch den zweiten Blick vermuten würde.

 

Interessante Protagonisten, die sich nicht nur wirklich gut und vor allen Dingen logisch entwickeln und von vorneherein rund sind, wenn auch teilweise etwas zu Stereotyp, zum Beispiel der sehr Sheldonhafte Gelehrte und der Grandensohn, der nur mit seinem Geschlechtsteil denkt, eine tolle Geschichte, die Al’Anfa und die Welt des Schwarzen Auges gut transportiert, und viel Action, wodurch die Spannungskurve immer wieder einen Höhepunkt findet, können überzeugen und sorgen für einen fast gelungenen Auftakt der Trilogie. Fast gelungen, weil sich in der Kindleausgabe des Romans überdurchschnittlich viele Rechtschreibfehler finden lassen. Da diese aber nur leicht stören und der Roman ansonsten wirklich überzeugen kann, kann man darüber hinwegsehen und hinweglesen.

 

Fazit: Mit „Schwarze Perle“ hat André Wiesler die Trilogie „Die Rose der Unsterblichkeit“ gekonnt begonnen. Tolle Protagonisten und eine tolle Story sorgen für Lesespaß, den nicht einmal die Rechtschreibfehler verhindern können. Uthuria kann kommen und zum Glück erscheint der zweite Band ja auch bald. Ich kann es kaum erwarten.

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