Rezension: The Sanctuary Ruin
14 Nov 2010

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Abenteuer Rezension

Das erste Lob hat Eric Jones sich schon einmal verdient. – und zwar ohne überhaupt einen Buchstaben des Abenteuers gelesen zu haben. Das kleine PDF-Abenteuer war nämlich in dem Pakistan-Bundle, das man bei RPGNow kaufen konnte, um den Opfern der Flut in Pakistan zu helfen.
Mittlerweile erhält man The Sanctuary Ruin nur noch als einzelnes Abenteuer für 2,99 Dollar. Der Preis hört sich für 7 Seiten ganz amtlich an, aber wie bei vielen modernen Old-School-Produkten ist viel Material auf wenig Raum untergebracht. Zusätzlich zu den 7 Seiten an Inhalt gibt es eine Seite mit der (obligatorischen) OGL, sowie ein Cover, das sich von der Gestaltung her an den D&D-Klassikern der 80er Jahre orientiert. Der Autor ist auch gleichzeitig Illustrator (was ihm sicher ordentlich Geld spart) und die beiden Illus im Inneren (eine Wer-Ratte und eine Cockatrice) sind wirklich klassisch und vom Stil her passend. Die Cover-Illu (schwarz-weiß Zeichnung einiger  von Pflanzen überwachsener Mauerbögen) ist allerdings etwas öde und trostlos und macht nicht gerade auf den Inhalt neugierig.

Bei dem vorliegenden Abenteuer handelt es sich um das erste Kapitel der (geplanten) Blackmarch-Reihe und neben einem Dungeon wird eine Gaststätte vorgestellt, die als Basis für weitere Abenteuer dienen kann. Weiterhin gibt es den Bleak Tower, wo Onomaclus am Ruder ist. Dieser ist bemüht darum, die Umgebung des Ironwood von Störenfrieden zu befreien und so wird er wohl der Haupt-Auftraggeber der Serie werden.

Im vorliegenden Modul wird nach einer Einführungsszene mit einem von Goblins attackierten Händlerkarren die Umgebung des „Ironwood“ geschildert mit den beiden Fixpunkten „The Villain’s Luck“, einer Kneipe, und besagtem „Bleak Tower“. Die Kneipe bietet viele Möglichkeiten zum Rollenspiel und es könnten sich daraus zwei kleine Abenteuer ergeben (mit der Erforschung des mysteriösen Waldes sogar drei). Das Hauptabenteuer besteht in der Erforschung der „Sanctuary Ruin“, eines klassischen Anfänger-Dungeons, der durch nette kleine Ideen etwas aufgelockert wird. Ansonsten ist der Dungeon absolut klassisch und aus erprobten Komponenten zusammen gesetzt – vom Riesenratten über Grauschimmel und Goblins bis hin zum Rostmonster ist alles vertreten, womit man eine Gruppe neuer Spieler zur Verzweiflung treiben kann.

Weiterhin sind auf den 7 Seiten 6 fertige Charaktere (auch als NSC oder zum Auffüllen der gelichteten Reihen verwendbar) zu finden. Insgesamt ist es gerade für die oft sehr geschwätzige deutsche Rollenspiel-Szene wirklich beeindruckend, was hier auf engstem Raum an Abenteuerinhalten geboten wird. Ein vergleichbares DSA-Abenteuer (nur mal als Beispiel-System…) hätte sicher lockere 32 Seiten.

Zwar fehlen wirklich Geistesblitze, aber der Autor lässt solides Können erkennen und ich würde mal tippen, dass man mit „The Sanctuary Ruin“ locker 3 nette Abende verbringen kann und schon das Fundament für weitere Abenteuer in der Region gelegt hat.

Bei dem Preis kann ich da nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen!

Titel: The Sanctuary Ruin
Art: Abenteuer
Regeln: Labyrinth Lord, OSRIC, D&D Classic, AD&D
Sprache: Englisch
Verlag: Ludibrium Games
Publikationsjahr: 2010
Autor: Eric Jones
Illustrationen und Karten: Eric Jones
Coverdesign: Eric Jones
Umfang: 7 Seiten
Preis: $2.99 (PDF)
Rezensent: Moritz Mehlem

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