Feder & Schwert Interview
05 Mrz 2008

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Im Gespräch mit Oliver Hoffmann

Initial Oliver Hoffmann, Hoher Veredler der Wirklichkeit des Verlages Feder & Schwert ließ es sich nicht nehmen dem Rollenspiel-Almanach Rede und Antwort zu stehen. Neben persönlichen, und geschäftlichen Ansichten gibt es Neuigkeiten zu D&D, Engel, Warhammer FRSP und Schattenjäger der angekündigten Deutschen Warhammer 40k Übersetzung des Mannheimer Verlages.

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Hallo Oliver, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Bevor wir mit den Fragen anfangen, würdest Du Dich bitte kurz vorstellen?

Feder und Schwert:
Gerne. Ich heiße Oliver Hoffmann, bin 42 Jahre alt, studierter Germanist und Politologe und Mitgründer/ Mitinhaber/ Verlagsleiter bei Feder&Schwert.

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Spielst Du eigentlich selber Rollenspiel?

Feder und Schwert:
Selbstverständlich, und zwar seit 23 Jahren. Ich finde, das ist eine Grundvoraussetzung, um in unserem Beruf nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

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Welche Systeme?

Feder und Schwert:
Derzeit in erster Linie Warhammer und Warhammer 40.000

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Dein Lieblingsrollenspiel und warum?

Feder und Schwert:
ENGEL, weil es alles enthält, was ich immer schon mal zum Thema Rollenspiele sagen wollte.

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Mit Kleine Ängste habt ihr ja ein Spiel umgesetzt, das ihr unbedingt machen wolltet. Gibt es noch so ein System oder Genre, ungeachtet der Wirtschaftlichkeit, das ihr gerne umsetzten würdet?

Feder und Schwert:
Als alter Firefly-Fan würde mir das dazugehörige Rollenspiel einfallen. Ich habe es aber noch nie getestet und weiß daher nicht, ob das System etwas taugt.

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Was hält Feder & Schwert vom wachsenden PDF-Markt?

Feder und Schwert:
Ich kann da nur für mich selbst sprechen. Ich persönlich finde, daß ein .pdf niemals ein gedrucktes Buch ersetzen kann. Außerdem möchte ich auch nicht am Bildschirm lesen.

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Kann sich der Verlag vorstellen dort selbst einzusteigen?

Feder und Schwert:
Nun, viele unserer Produkte, gerade auch vergriffene, sind seit Jahren als .pdf erhältlich. Ich finde aber, Verlage sollten Bücher machen … ausschließlich mit .pdf ist kein Wirtschaftsunternehmen zu führen.

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Wenn ja mit welchen Produkten? Digitale Abenteuer?

Feder und Schwert:
Wir stellen ja jetzt schon ab und an Downloadbenteuer zur Verfügung, allerdings kostenfrei. Als wirtschaftlich relevantes Unterfangen sehe ich digitale Abenteuer nicht. Außerdem … wo bleibt da die Kreativität der Spielleiter und Erzähler im Land?

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Du sagtest auf der Spiel 07, Rollenspiel stagniert! Wie kann man deiner Meinung nach dieser Entwicklung entgegenwirken?

Feder und Schwert:
Wenn ich das wüßte, hätte ich es längst getan. Hauptaufgabe aller, die weiterhin Rollenspiele verkaufen möchten, ist sicher die Nachwuchspflege – aber das ist gegen eine Konkurrenz wie WoW in einer Zeit, da eine schleichende Leseunfähigkeit unserer Gesellschaft zu beobachten ist, sicher schwierig.

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Wo siehst du im Rollenspielsektor noch Chancen?

Feder und Schwert:
Ich bin recht sicher, daß die drei Dinosaurier DSA, D&D und Warhammer überleben werden, wenn auch vielleicht mehr schlecht als recht. Ansonsten denke ich, daß sich Rollenspiel immer stärker in andere Medien und Darreichungsformen verlagern wird. Weiter boomen wird sicherlich Live-Rollenspiel, weil es der Sehnsucht der Menschen nach echten Erlebnissen entgegenkommt.

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Was hältst du von „Einsteigerrollenspielen" (z. B. Midgard Runenklingen)?

Feder und Schwert:
„Runenklingen“ kenne ich nicht, ich halte aber sehr viel von niedrigen Einstiegsschwellen – siehe oben. Wir diskutieren im Haus derzeit, ob wir in dieser Richtung auch etwas tun wollen, aber dazu ein andermal mehr, dazu ist nichts spruchreif.

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Engel wird ja wie angekündigt 2008 beendet. Wie erfolgreich war das Rollenspiel?

Feder und Schwert:
Zu erfolgreich, um es nicht zu machen, und zu wenig erfolgreich, um einen weiteren Vorstoß in einer so exotischen Richtung zu unternehmen.

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War Hiobs Botschaft als erster Roman wirklich eine gute Wahl? Ich hab mich ein wenig geärgert ihn gelesen zu haben, er verriet mehr als gut war.

Feder und Schwert:
Wir möchten mit den Romanen ja einen Leserkreis erreichen, der größer ist als die Rollenspieler-Gemeinschaft, und da mußten wir etwas mehr verraten. Andererseits entstand diese Roman-Trilogie eher aus Enthusiasmus als aus Kalkül; rückblickend würde ich sie eventuell auch nicht mehr als erstes veröffentlichen.

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Wird es weitere Engel Romane geben?

Feder und Schwert:
Wir planen derzeit nicht, die Romane über das Ende des Spiels hinaus weiter auszubauen.

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Das Ende von Engel schafft Kapazität im Haus F&S, für welches Produkt? Ein neues Rollenspiel?

Feder und Schwert:
Eher nicht; wir werden Origin, unsere hauseigene Reihe für literarische Phantastik, ausbauen und gehen derzeit davon aus, mit D&D 4.0 – Rollenspiel wie Belletristik –, Warhammer und 40 k alle Hände voll zu tun zu haben.

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Das Engel Arcana System ist interessant! Aber zum Rollenspiel gehören für mich Würfel. Warum kein eigenes Würfelsystem anstelle von D20?

Feder und Schwert:
Für uns gehören Würfel nicht zum Rollenspiel. Sie sind in meinen Augen und denen meines Kollegen Oliver Graute, der den Anstoß zu Engel gab und einen wesentlichen Anteil am Gesamtkonzept des Spiels hat, nur Mittel zum Zweck, also Simulationswerkzeuge. Wir wollten uns bewußt von diesem Schein-Drang lösen, ein schlaues Würfelsystem zu ersinnen, zumal das optimale WÜRFELsystem Storytelling System heißt und bereits erfunden ist. Statt dessen bieten die Karten ein ERZÄHLwerkzeug, das zugleich simulieren hilft.

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Nun zu einem Thema das wohl sehr für Aufsehen gesorgt hat. Black Industries hat seinen Rückzug aus dem Rollenspielsektor verkündet. Hat das für F&S Auswirkungen und wenn ja, welche?

Feder und Schwert:
Nun, inzwischen ist BI Geschichte. Das zeigt, daß Games Workshop ein ähnlich pessimistisches Bild der Rollenspiellandschaft sieht wie ich. Für uns bedeutet das in erster Linie, mit einem anderen Rechteinhaber, nämlich Fantasy Flight Games, sprechen zu müssen.

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Zu „Dark Heresy“ (deutscher Titel „Schattenjäger“) habt ihr geschrieben „Alles, was auf Englisch noch publiziert wird und für den deutschen Markt Sinn ergibt, wird Feder&Schwert ebenfalls auf Deutsch publizieren.“ Kannst den Lesern schon einen Ausblick geben, welche von den bisher Angekündigten das eventuell sein könnten?

Feder und Schwert:
Nein. Wie gesagt, BI existiert nicht mehr, und es gibt derzeit keine klaren Aussagen von FFG zu ihren Publikationsabsichten.

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Was glaubst du wird sich am besten verkaufen?

Feder und Schwert:
Wie bei jedem Rollenspielsystem das Grundregelwerk.

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Mit welcher Auflage darf bei der limitierten Version von Schattenjäger gerechnet werden und wie wird diese aussehen?

Feder und Schwert:
Dazu kann ich erst nach näheren Gesprächen mit FFG etwas sagen.

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Wird der Termin der Veröffentlichung zum Mai hin gehalten?

Feder und Schwert:
Auch das hängt derzeit in erster Linie von FFG ab – mit jedem Tag, der verstreicht, wird der Termin unwahrscheinlicher.

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Wann wird die limitierte Version veröffentlicht?

Feder und Schwert:
So wir sie auch unter den veränderten Umständen publizieren dürfen: Zeitgleich mit der regulären.

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Werden es die englischen Support-Artikel wie z. B. das Fahrzeug-Archiv oder Abenteuer von Black Industries nach Deutschland schaffen? Werden diese gar ins Regelwerk aufgenommen?

Feder und Schwert:
All das hängt derzeit von FFG ab.

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Was wird man anstelle von Warhammer ins Programm aufnehmen, nachdem dieses von Black Industries ebenfalls eingestellt wurde?

Feder und Schwert:
FFG wird Warhammer fortsetzen. An dieser Front kann ich alle Fans beruhigen.

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Betrachtet man die deutsche Szene, scheint das Warhammer-FRSP recht erfolgreich zu sein. Wie wird die Zukunft für dieses Spiel aussehen?

Feder und Schwert:
Auch darüber sprechen wir derzeit mit FFG. Ich bin recht zuversichtlich, daß wir hier für den deutschen Markt eine ungebrochene Kontinuität hinbekommen.

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Was wurde aus der geplanten Aktion, ein Demokit zu Warhammer FRP in Kinos, Buchläden und Skatershops anzubieten?

Feder und Schwert:
Die Promo-Agentur, die daran Interesse bekundet hatte, hat leider kalte Füße bekommen.

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Schwenken wir rüber zu den Küstenmagiern. Ist absehbar, ob D&D4 auf Deutsch im Juli diesen Jahres wie angekündigt erscheinen wird?

Feder und Schwert:
Derzeit gehen wir davon aus. Allerdings haben wir den Eindruck, daß WotC selbst hinter dem Zeitplan herhinkt.

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Sind nur Übersetzungen geplant, oder wird F&S eigenes Material mit D&D4 veröffentlichen?

Feder und Schwert:
An der Konstruktion unserer Lizenz wird sich nichts ändern, das heißt, es wird kein eigenes Material geben.

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Der Verlag Nackter Stahl überraschte auf der Spielemesse 07 mit einer Tauschaktion. Altes Regelwerk vorzeigen, abstempeln und neues Regelwerk vergünstigt erwerben. Können sie sich so etwas für D&D auch vorstellen?

Feder und Schwert:
Das halte ich für eine törichte Idee. Das 3.5-Regelwerk verliert doch nicht an Wert, nur weil WotC sich einfallen läßt, eine neue Version zu publizieren! An einer solchen Entwertung unserer eigenen Produkte würden wir uns nicht beteiligen wollen. Außerdem stellt sich derlei im Hinblick auf das geltende Buchpreisbindungsgesetz als schwierig dar. So etwas können sich allenfalls Hobbyisten leisten.

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Wird es die angedachten deutschen Übersetzungen des Supportmaterials auf D&D Insider geben?

Feder und Schwert:
Laut unseren neuesten Informationen bezieht sich die Lizenz nur auf das gedruckte Produkt.

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Wird man noch nicht übersetztes D&D Material für 3.5, wie z. B. Settingbücher für Eberron oder die Vergessenen Reiche nach der dt. D&D4-Veröffentlichung noch bringen? Oder werden diese direkt für 4.Edition aufgearbeitet?

Feder und Schwert:
Weder, noch. Mit dem Codex Diabolis erscheint im Mai das letzte 3.5-Produkt auf Deutsch. Danach setzen wir ausschließlich auf Übersetzungen von 4.0-Produkten. Eine inhaltliche Anpassung „alten“ Materials auf 4.0 ist aufgrund der Konstruktion des Lizenzvertrages unmöglich, weil WotC das nicht wünscht.

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Welche D&D-Romane wird man noch erwarten können?

Feder und Schwert:
Wir beenden die Sembia-Reihe und legen dann mit der Lady Penitent-Trilogie, den Anschlußromanen zum Krieg der Spinnenkönigin, nach. Danach wird es auch hier mit 4.0-bezogenem Material weitergehen.

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Warum gibt es kein F&S Supportteam auf Cons?

Feder und Schwert:
Eine gute Frage. Ich werde sie mal den Kolleginnen und Kollegen stellen.

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Feder & Schwert hatte lange Zeit ein Verlagsforum, dieses wurde im Zuge eines Gerichtsurteils vom Landgericht Hamburg, welches mittlerweile durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes außer Kraft gesetzt wurde, geschlossen. Oliver Graute sagte in einem Interview, dass jeder nun E-Mails schreiben könnte, um sich zu informieren. Wird dies wirklich für einen gleichwertigen Ersatz gehalten? Wird es, da das Urteil keinen Bestand mehr hat, in absehbarer Zeit wieder ein Supportforum geben?

Feder und Schwert:
Möglicherweise ist es kein vollwertiger Ersatz, aber ein sinnvoller. Wir sind kein reiner Rollenspiel-Verlag, und der nicht unerheblichen Anzahl unsere Roman-Leserinnen und –Leser erschloß sich das Forum nicht nur nicht, es fiel in Form und Inhalt negativ auf. Da wir aber keine Beiträge zensieren wollen, haben wir uns entschlossen, diese Form der Kommunikation im Moment nicht anzubieten. Es gibt ja ausreichend viele Rollenspiel-Foren, wo der Meinungsaustausch auch zu unseren Produkten stattfinden kann.

Herzlichen Dank Oliver für das Gespräch!
Na da will ich doch als Firefly/Serenity Fan und Serenity Spielleiter auf eine deutsche Übersetzung hoffen!
Steiler Gedanke! Ich würds nochmal kaufen.

Feder & Schwert
Black Industries
Fantasy Flight Games

5 Comments
5 Kommentare
  1. Einige interessante Antworten dabei…

  2. Die fetten Jahre des Rollenspiel sind vorbei (auch die der oWoD, geschweige denn V:tR etc.), aber dennoch schafft es ein kleiner Verlag aus Mannheim weiterhin wohl recht gewinnbringend im Geschäft zu bleiben. Man bemängelt die Einstellung von Warhammer bei BI, will sich aber ähnlich wie GW auf eine Reihe neue Romanreihe stürzen. Wesentliche neue Eigenproduktionen sind nicht zu erwarten und zum Glück kann man weiterhin gewinnbringend übersetzen…

    Wo sind nur die „Gründerjahre“ und der Mut einiger durchgeknallter hingegangen…?

    Also F&S – einreihen in die immer kürzer werdende Schlange deutscher Rollenspielverlage mit englischen Lizenzen und einer, wenn auch vielleicht aussterbenden aber scheinbar dennoch treuen Anhängerschaft.

  3. F&S eher einreihen in die liste der Verlage, die isch – wie schon FanPro – aus der RPG-Szene zurückziehen wollen, und dies mit „Die Szene stirbt“ rechtfertigen wollen… *Kopfschüttel*

  4. Wo der Mut der Durchgeknallten hin ist? Zum Amt, Hartz IV beantragen.

    Einer sinkenden Zahl von Rollenspielern steht das ungeheure Repertoire sowohl kaufbarer als auch frei erhältlicher Rollenspiele für buchstäblich jedes Genre und Subgenre entgegen.

    Egal, wie enthusiastisch man als Einzelkämpfer sein mag: Spätestens an der hohen Messlatte der Szene wird man scheitern.

    Denn anders als in den Gründerjahren ist heute niemand mehr mit einspaltig auf Word geschriebenen Regelwerken voll kleiner und großer Macken und reichlich laienhaften Illus zufriedenzustellen.

    Verwöhnt von einer früher nie dagewesenen Brillanz an Layouts, Artwork und Drucvkveredelung, stinken sämtliche Semi-professionellen und Homebrew-Systeme einfach nur ab. Produktionen vieler Kleinverlage inklusive.

    Hinzu kommt, dass mit dem Sterben der Rollenspielshops auch die „Begegnungsstätte“ mit den Rollenspielen verschwunden ist. Konnte man in den Gründerjahren des Hobbies D&D, DSA und Co. noch in regulären Kaufhäusern und Spielwarenläden entdecken, führt heute der Weg ins Hobby fast ausschließlich über die, die scho „drin“ sind. Und „die“ werden immer weniger, weil WoW & Co. einfacher, flexibler, weniger anspruchsvoll und oft sogar auf den ersten Blick „billiger“ sind. Quasi das Fast Food der Rollenspielbranche.

    Ich will garantiert keinem die Stimmung weiter verhageln: Rollenspiel als Hobby wird nicht sterben.

    Aber ich kann jedem der davon träumt mit eigenem Geld ein eigenes Rollenspielsystem zu starten nur ALLERHERZLICHST davon abraten. Die Kosten sind WESENTLICH höher als die meisten es sich vorstellen, und die Erfolgs-Chancen sind so gering dass sie kaum messbar sind.

  5. Bitte versteht mich hier nicht falsch. Es ging mir nur um ein eigenes Stück Unverständnis gegenüber der Aussagen von O.H.

    Die hatten immerhin den Mut einige interessante eigene Ideen auf den Markt zu bringen (Nephelim ist z.B. ziemlich unterschätzt bzw. total untergegangen und wer hat „Kleine Ängste“ ins Deutsche übersetzt…). Davon merke ich heute irgendwie nichts mehr.

    Mir sind die Kosten im RPG-Bereich durchaus bewußt, aber warum kommen immer wieder so viele blöde Sachen als Hochglanz raus? Die Szene hat eine hohe Meßlatte – das stimmt. Und sie versorgt sich mittlerweile woanders – das stimmt auch! Sie versorgt sich dort, wo es wirklich noch interessante Ideen gibt: Im http://WWW...! Und da muss man halt seinen Drucker bemühen, aber selbst bei „Der Ruf“ braucht man sich nicht übers Layout zu ärgern (höchstens staunen). Aber das ist ja „nur“ ein Fanzine.

    Sterben der RPG-Läden ist schade, aber da ist WWW mit eBay, etlichen Foren und Online-Händlern nunmal „günstiger“. So ist nunmal die Doppelmoral von uns RPGlern – Geiz ist geil.

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