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Die Vielfalt an Rollenspielen – Fluch oder Segen?
20 Mai 2013

Der Autor

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Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Eine spannende Frage die Tim Charzinski ursprünglich auf G+ teilt in Rollenspieler (deutschsprachig) (♦ RPG Allgemein):

Ich überlege gerade, ob die aktuelle Vielfalt an Rollenspielen eigentlich Fluch oder Segen ist?

Denke ich „an die gute alte Zeit“, dann kannte ich vielleicht 20 Systeme und habe 5 wirklich gespielt. Klar waren ja auch alles Printprodukte, die erschienen eher langsam, dafür hat man sich aber auch mit jeder Publikation intensiv beschäftigt.

Jetzt habe ich das Gefühl ich kenn 200 Systeme und spiele keins mehr intensiv, da man garnicht dazukommt sich in eins richtig einzuarbeiten, bis der nächste „Must-Have-Read“ kommt. Sicher die Ideen sind super, PDFs machen das ganze günstiger und selbst die kleinste Nische wurde mit der Zeit gefüllt und Massen an Redundanzen geschaffen. Aber ist dadurch das Spielgefühl besser geworden?

Was denkt ihr?

2 Comments
2 Kommentare
  1. Segen!

    Ich mag es das ständig neue Produkte erscheinen die meine Fantasie beflügeln, die ich in meine laufenden Runde einbauen kann oder sogar eine komplett eigene Nische bedienen die ich noch nicht habe.

    Bin jetzt seit 4 Jahren aktiv Rollenspieler und mich hat diese Vielfalt weder erschlagen, noch daran gehindert immer wieder Mitspieler für verschiedene Gruppen und Kampagnen zu finden.

    Es ist doch immer eine Frage: Was will ich selbst? Ich kaufe sehr viele Produkte und komme da mit dem Lesen nicht hinterher, ABER bei den Systemen die ich regelmäßig spiele nehme ich mir die Zeit und gucke mir auch die Sourcebooks im Detail an. Man muss sich halt klar werden: Was will ich (regelmäßig) spielen? Muss ich mich mich in ein System bzw. Setting überhaupt reinarbeiten? MUSS ich jedes kleines Detail wissen? Ich glaube nicht. Das ist keine Verpflichtung…

    Wird das Spielgefühl durch die Vielfalt besser? Ja. Ich habe die Auswahl und kann das System auswählen das am besten zu meinem Spielstil passt.

  2. Ich empfand es bisher eher als so eine Mischung aus beidem. Neue Systeme und Ideen sind spannend und vielversprechend. Aber klebengeblieben sind wir dann doch immer an den Klassikern. Sie funktionierten für uns einfach besser. Bei den neuen Systemen kam dann meist die „Eigentlich ne geile Idee aber in der Praxis funktioniert es einfach nicht“-Ernüchterung. Ganz besonders z.B. bei der derzeitigen Fate-Flut.

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