Rezension: October Daye – Winterfluch
28 Feb 2010

Der Autor

Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Roman

Ich muss zugeben, dass ich von dem Multitalent Seanen McGuire erst mit dem Erhalt ihres ersten übersetzten Buches etwas hörte. Dabei ist sie neben dem Schreiben auch als Musikerin und Comiczeichnerin bekannt. Dementsprechend haben viele ihrer Fans sehnsüchtig auf das von ihr angekündigte Erstlingswerk Winterfluch gewartet.

winterfluch

Winterfluch ist der erste Band der October Daye-Trilogie und kam, wohl auch dank der Übersetzungsarbeit der Egmont-LYX Mitarbeiter, in Deutschland fast zeitgleich mit dem amerikanischen Original heraus. Stolz präsentiert deshalb die Autorin auf ihrer eigenen Webseite neben den Covern der englischen Bücher auch das Cover der deutschen Übersetzung, die übrigens alle vom selben Künstler stammen.

Die October Daye-Trilogie ist nach der Protagonistin der Reihe benannt. Als Tochter eines Menschen und einer Feenfrau mit Humor, wie sonst würde sie einen solchen Namen bekommen, ist sie ein Wechselbalg. Damit gehört sie weder der einen Seite vollends zu noch der anderen. Nach einem mehr als verstörenden Erlebnis, das sie viele Jahre ihres Lebens und ihre Familie kostete, versucht October, Toby genannt, nun ein normales Leben in der Welt der Menschen zu leben. Leider spielen die Feen da nicht so ganz mit und als eine alte Freundin ermordet wird, muss Toby, die früher Privatdetektivin war, ihren Job in einem Supermarkt aufgeben und ihre Wechselbalgkräfte und ihre Spürnase einsetzen, um nicht nur den Mord aufzuklären, sondern auch ihr eigenes Leben zu schützen. Toby führt ihre Suche aber nicht nur zurück in die Welt der Feen, sondern auch zurück in eine Vergangenheit, die sie gerne für immer vergessen hätte. Verrat, Eifersucht, mystische Gegenstände, die unterschiedlichsten Feen- und Wechselbalgwesen, Liebe und Feindschaften sind die Bestandteile, die Winterfluch ausmachen. San Francisco und das angrenzende Feenreich sind die Orte, an denen das Buch spielt. Bestandteile und Orte machen das Buch zu einem Urban Fantasy und Fae Noir Potpourri Krimi, der mir so bisher nicht begegnet ist.

Ein klasse Schreibstil und ein gelungener Spannungsbogen leisten, neben der toll beschriebenen Entwicklung der Charaktere, ihr übriges. Ich habe das Buch nicht mehr weggelegt, als ich einmal damit angefangen hatte. Als das Ende dann auch noch durchaus überraschend endete, war ich vollauf begeistert und warte gespannt auf Band Zwei.

Fazit: Winterfluch ist der gelungen Auftaktband der October Daye-Trilogie. Urban Fantasy trifft auf Fae Noir mit unterschiedlichsten Charakteren und allen Bestandteilen eines guten Krimis sowie einer tollen Portion Fantasy. Jim Butcher hätte es nicht besser machen können.

Art: Roman
Sprache: Deutsch
Verlag: Egmont Lyx
Publikationsjahr: 2010
Autor: Seanan McGuire
Übersetzer: Michael Krug

Illustrationen: Christian McGrath
Umfang: 340 Seiten

Bindung: Softcover

Preis: 13,40€

Rezensent: Martin Wagner

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