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Rollenspiel-Übersicht für Einsteiger
16 Mrz 2018

Der Autor

Wenn ich nicht gerade spiele verunstalte ich Medien. Kommt einem zu Gute bei eigenen Rollenspielen wie Malmsturm oder Projekten wie Ratten!, Savage Worlds Gentlemens Edition, Scion, Sundered Skies und ein paar anderen. An und für sich bin ich der Erzählonkel, daher auch die große liebe zu FATE. Manchmal muss es aber auch ein Burger statt Steak sein und so wird gern und oft auch Savage Worlds oder wenn es klasisch sein soll Pathfinder und Konsorten gespielt. Ich probier gern und oft Systeme aus aber die eigentliche Leidenschaft sind die Hintergrundwelten.

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Die Rollenspielwelt ist groß und umfangreich und es gibt quasi für jeden etwas Passendes: egal, ob man auf Fantasy, Weltraumabenteuer, Mittelalter oder Neuzeit steht. Auch die Art und Weise, wie ein Rollenspiele abläuft, ist nicht immer die gleiche. Es gibt inzwischen Editionen, die elektronisch verfügbar sind, der klassische Spielablauf, der die meisten Anhänger hat, findet aber immer noch mit Stift, Papier und Würfeln statt und läuft unter dem bekannten Namen ‚Pen & Paper‘. Auch die Anzahl der Mitspieler ist nicht streng festgelegt, anhängig von Verfügbarkeit und Spielumgebung können es eine Hand voll oder ein Dutzend Teilnehmer sein, die sich zum gemeinsamen Spiel um den Tisch versammeln.

Auch sind Rollenspiele nicht ausschließlich etwas für das traute Zuhause zur Interaktion mit maximal einigen Freunden. Manche Rollenspieler, die sich mit online Rollenspielen ihre Freizeit vertreiben, haben sich das Spielen auch zum Beruf gemacht. Der Franzose Bertrand „ElkY“ Grospellier beispielsweise verdient sich damit inzwischen seinen Lebensunterhalt, indem er am Pokertisch und bei Hearthstone-Turnieren ordentlich abräumt. Er hat seine Karriere in der Szene als ziemlich talentierter StarCraft Spieler Anfang des Jahrtausends begonnen. Aber selbst wer kein professioneller Spieler sein möchte, der kann mit Rollenspielen doch sehr viel Zeit verbringen und ganze Wochenenden mit spannenden Pen & Paper Abenteuern füllen.

Für Neulinge, die einfach mal neugierig sind, was sich hinter Rollenspielen verbirgt, empfiehlt es sich, vielleicht erst einmal mit bereits erfahrenen Spielern an ein paar Runden teilzunehmen. Absoluter und nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass dort bereits ein Spielleiter anwesend ist, der sich mit den Regeln auskennt und weiß, wie die Partie ablaufen soll. Er erklärt die Umgebung, in der das Spiel stattfindet, weist die einzelnen Charaktere auf ihre Möglichkeiten während der Züge hin und stellt sicher, dass nichts Regelwidriges passiert. Hierbei sei erwähnt, dass es zu Beginn nicht auf die Spielwelt ankommt, in der die Geschichte stattfindet. Auch, wenn historische Welten nicht unbedingt für jeden immens spannend sind, kann man sich doch bei einem Abenteuer im Mittelalter gut mit den einzelnen Spielschritten und Abläufen vertraut machen. Außerdem tut man sich als Anfänger tendenziell eher leichter, bei einem bekannten Rollenspiel mitzuspielen, da der Spielerpool für Klassiker wie z.B. Dungeons and Dragons (DnD) oder Das Schwarze Auge (DSA) einfach viel größer ist, als für ein weniger bekanntes Fantasyspiel.

SOURCE: Photo by Diacritica via Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Ein Rollenspielneuling benötigt als Startausrüstung nicht wirklich viel. Erfahrene Spieler haben meist eine gut sortierte Spielwürfelsammlung dabei und außer Stiften braucht man dann nur noch Papier und das Regelwerk für den Spielleiter, um loszulegen.

Die Würfel benötigt man, um Aktionen im Spiel auszuführen oder um Lebenspunkte anzuzeigen. Während des Spiels entscheidet der Wurf über den Fortgang einer Situation, wie z.B. ein Kampf ausgeht oder ob man es schafft, sich aus einer brenzligen Situation zu retten. Das Besondere, im Gegensatz zu den bekannten Allerweltswürfeln mit sechs Seiten, ist, dass es Würfel ab vier Seiten bis hin zu 20 gibt. Diese Würfelsets gibt es in vielen Spielwarengeschäften, Comicbuch-Läden oder natürlich online.

SOURCE: Photo by Marcel via Pexels, CC0 Creative Commons

Außerdem notwendig ist ein Stift: Dabei ist ein Bleistift, den man wieder ausradieren kann, einem Kuli vorzuziehen, aus dem einfachen Grund, dass ein falsch eingetragener Wert oder eine Änderung in einer Karte so schneller korrigiert werden kann. Auch, wenn ein temporärer Schaden am Charakter mit der Zeit wieder verheilt, kann man diesen einfach wieder ausradieren und es wird nicht unleserlich (was zu Fehlern im Spiel führen könnte).

Als weiteres Utensil gibt es teils sehr umfangreiche Regelbücher. Wer Rollenspiele erst einmal kennenlernen will, könnte damit überfordert sein oder schlimmstenfalls abgeschreckt werden. Zu Beginn kann man sie sich von anderen Mitspielern ausleihen, manchmal findet man sie auch in Büchereien. Die Anschaffung lohnt sich nach einiger Zeit, besonders wenn man damit liebäugelt, einmal selbst Spielleiter zu sein.

Wer nun ein wenig Lust auf ein tatsächliches Spiel bekommen hat, der kann einfach mal in seinem Freundeskreis rumfragen. Oftmals gibt es mehr Rollenspieler als man denkt und auch ein Aufruf in sozialen Medien, an der Pinnwand in der Schule oder Uni oder sogar der Bibliothek kann überraschende Kontakte ergeben.

 

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